Ich durfte den Perkolator von Petromax testen und möchte euch nun meine Erfahrungen mit der Kanne mitteilen.

Ich kenne diese Art Kanne noch von früher von meiner Oma, der Retro- Touch kommt aber auch heute noch gut an und so macht das gute Stück richtig was her.

Der Tee- und Kaffeezubereiter ist gut verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Vor dem ersten Einsatz muss alles erst mal gespült werden, was aber sehr schnell geht. Das Zusammenbauen ist auch sehr einfach. In das kleine Körbchen mit den Löchern auf der unteren Seite kommt das Kaffeepulver oder der lose Tee hinein. Dieses Körbchen wird dann auf den Stiel gesteckt und mit dem beiliegenden Deckel verschlossen, dazu muss er einfach aufgesteckt werden. Nun füllt man Wasser in die Kanne ein, höchstens 1,5 l, und stellt den Halter mit dem Pulver in die Kanne. Jetzt noch den Deckel drauf und ab auf den Herd. Die Kochzeit beträgt 8-12 Minuten, diese wird aber erst gezählt wenn das Wasser im Perkolator kocht. Wenn man dabei bleibt ist das gut zu hören und man weiß dann genau wann der Kaffee/Tee fertig ist. Am Geruch der sich in der Küche ausbreitet ist es aber auch gut zu merken.

Da das Kaffeepulver oder der Tee nicht direkt mit Wasser in Kontakt kommt, da das Sieb über dem Wasser hängt, konnte ich mir am Anfang nicht vorstellen wie das Ganz denn nun funktionieren soll. Ich dacht immer das funktioniert irgendwie mit Wasserdampf, aber so ist es nicht.

Nach kurzer Recherche im Internet und nach genauerem Betrachten des Perkolators war es mir dann auch klar. Der Stiel auf dem das Körbchen mit dem Pulver sitzt ist innen hohl, durch diesen wird beim Kochen das Wasser hochgedrückt und tropft dann auf den Siebdeckel des Körbchens und läuft so durch das Pulver. Das fertige Getränk tropft nach unten und vermischt sich mit dem Wasser. Und das klappt wirklich gut. Hier mal als Beispiel ein Bild von losem Tee, wie er vorher und nachher aussieht. Man bemerkt keinen Unterschied zu einer anderen Aufbrühmethode.

Der fertige Tee und auch Kaffee hat uns gut geschmeckt, allerdings ist mir aufgefallen, dass diese Methode der Zubereitung, wenn man die Kanne mit der maximalen Menge an Wasser befüllt, doch länger dauert als bei andere Zubereitungsarten.

 

Fazit: Für den Campingurlaub oder die Gartenlaube perfekt, denn man braucht nur ein Gerät und kann frischen Kaffee genießen. Es wird kein extra Wasserkocher oder Filtertüten benötigt man kann also sofort loslegen. Für zu Hause gibt es dann doch bessere Methoden der Kaffeezubereitung und mit Kaffee aus einem Vollautomaten kann es auch nicht mithalten, was ich aber bei einem Perkolator auch nicht erwarte. Insgesamt also auf jeden Fall für jeden Camper und Wochenendgärtner zu empfehlen.