Wenn die Nächte langsam wieder länger und kühler werden und sich die letzten heißen Tagen mit heftigen Gewittern verabschieden, ist es an der Zeit, den Garten für den Herbst und Winter vorzubereiten. Äpfel, Birnen und Zwetschgen sind bereit für die Ernte, Blumen verblühen, Bäume und Sträucher lassen ihre bunten Blätter fallen. Da fällt einiges an Arbeit für den Hobbygärtner in den kommenden Monaten an.

Im August: Hecken und Gehölze schneiden

Bereits im August sollte man mit den Vorbereitungen für den Herbst beginnen. Es ist die richtige Zeit für einen Sommerschnitt von Hecken und Gehölzen. Hecken bilden durch den Rückschnitt neue Austriebe, die sich verzweigen, so dass die Hecke noch dichter wächst. Gehölze blühen im nächsten Jahr besser und tragen größere Früchte. Allerdings sollte man die Pflanzen rechtzeitig zurückschneiden, so dass die Herbsttriebe noch Zeit haben, vor dem ersten Frost auszureifen. Bis Mitte August sollte man Buchs, Liguster, Eibe und andere Gehölze zurückgeschnitten haben. Bei Obstgehölzen wie Apfel, Birne und Brombeeren empfiehlt sich der Rückschnitt direkt nach der Ernte. Sobald Beet- und Schnittrosen verblüht sind, sollte man auch sie bis auf das erste fünfteilige Blatt zurückschneiden.

 

Im September: Rasen neu anlegen und Blumenzwiebeln pflanzen

Auch wenn die letzten Blumen langsam verblühen, ist der Herbst auch Zeit für Neues. Die Gartentipps bei Baldur empfehlen, Frühlingsblüher wie Tulpen, Krokusse oder Narzissen im September bereits als Zwiebeln in die Erde einzusetzen. Dabei ist es egal, ob man sich ein Beet mit Frühlingsblühern im Garten anlegt oder die Blumenzwiebeln in Pflanzschalen für Terrasse oder Balkon einsetzt. Wer den Rasen neu anlegen möchte, sollte dies ebenfalls im September tun. Es ist dann nicht mehr so heiß wie im Sommer und die Rasensamen haben dennoch genug Zeit, um aufzugehen und zu wachsen. Viel Wasser und Dünger unterstützen die Rasenneuanlage. Der erste Schnitt kann auch noch im Herbst erfolgen. Hierfür sollte der Rasen zwischen 8 und 10 Zentimetern hoch ist.

 

Im Oktober:  Düngen und Rosen setzen

Im Oktober beginnen die Blätter, sich bunt zu färben, und abzufallen. Hobbygärtner sollten sich über das bunte Laub besonders freuen: Es ist ein idealer Dünger für Beete und ein natürlicher Kälteschutz für andere Pflanzen. Man sollte das

Laub, das man vom Rasen herunterrecht, großzügig auf den Obst- und Gemüsebeeten verteilen. Als Kälteschutz verteilt man es direkt an den Stängeln der Pflanzen. Im Oktober ist außerdem die ideale Zeit, um Rosen zu setzen, die uns dann im nächsten Sommer mit ihrer Blütenpracht erfreuen.

 

Im November: Den Garten winterfest machen

Der November beschert uns den ersten Nachtfrost. Spätestens jetzt sollte man Gartenmöbel in den Schuppen oder Keller räumen oder die Outdoor Sitzmöbel mit einer wetterfesten Plane abdecken. Noch wichtiger ist es, empfindliche Pflanzen vor dem Frost zu schützen. Kübelpflanzen kann man mit Vlies sowie Jute- oder Naturbasthauben abdecken. Dabei ist es besonders wichtig, die Wurzeln zu bedecken. Hierfür eignen sich auch die Zweige von Nadelbäumen sehr gut. Winterharte Pflanzen räumt man zum Überwintern in den Keller, damit man sich im nächsten Jahr wieder an ihnen erfreuen kann.